#13 Was kostet es, ein Haus zu bauen?

Was kostet es, ein Haus zu bauen?

…diese und weitere Fragen rund um´s Thema Kosten beim Hausbau erreichen uns beinahe täglich – und trotzdem können wir sie nicht pauschal beantworten.
Egal ob ebenerdiger Bungalow oder modernes Flachdachhaus – die Baukosten von Ziegelmassivhäusern sind individuell und hängen von vielen, ganz unterschiedlichen Aspekten ab. So spielt etwa das Grundstück eine wichtige Rolle, aber auch Planung und Ausstattung des Hauses sind entscheidend.

Um sich aber dennoch einen guten Überblick über die Kostenfaktoren beim Hausbau, haben wir diese zusammengefasst:

Kosten, aber welche?

Richtigerweise sollten wir den gesamten Lebenszyklus des Hauses bewerten.
Das heißt, die Kostenaufstellung endet nicht beim Einzug, sondern erst dann, wenn das gesamte Bauwerk wieder „rückgebaut“ – also abgetragen und entsorgt – ist. Da moderne Häuser in der Regel einige Jahrzehnte überdauern, denken wahrscheinlich die wenigsten Häuslbauer an spätere Kosten für Abbruch und Entsorgung.
Und dennoch lohnt sich der Gedanke. Denn die Entsorgungskosten von erdölbasierender Dämmung und anderen Problemstoffen sind in den letzten Jahren exorbitant gestiegen und werden sich auch in den kommenden Jahren aufgrund von fehlender Entsorgungskapazitäten weiter erhöhen. Einen sparsamen bzw. gut überlegten Einsatz dieser Materialien wird Ihnen nicht nur die Geldbörse, sondern auch die Natur danken.

Grundstück

Keine Frage – Bauplätze mit Ganztagessonne und in guter Lage sind begehrt – und das macht sie in der Regel teuer. Angebot und Nachfrage bestimmen auch hier den Preis.

Grundstücke in Hanglage, mit erschwerter Zufahrt oder nur geringer Lagerfläche – wie es im innerstädtischen Bereich sehr oft der Fall ist – sind aufwändiger zu bebauen, was sich direkt auf die Baukosten auswirkt.
Auch die Bodenbeschaffenheit des Bauplatzes in punkto Trag- und Sickerfähigkeit ist wichtig. Danach richten sich die Statik und die weitere Bauausführung.
Ist der Boden kontaminiert, also mit Schadstoffen durch unsachgemäße Entsorgung von Industrieabfällen belastet, so trägt auch der Besitzer die Kosten der Altlastentsorgung – und die kann ganz schön teuer werden. Im Zweifelsfall schützt ein Bodengutachten vor Kauf des Grundstückes vor unliebsamen Überraschungen.

Aber auch die Höhe des Grundwasserspiegels ist für die Kalkulation der Baukosten wichtig. Bei Bauplätzen in Gebieten mit hohem Grundwasser sind die Kosten für die Errichtung eines Kellers nämlich um einiges höher, als bei vergleichbaren Bauplätzen mit niedrigem Grundwasserspiegel. Grund dafür ist die aufwändigere Herstellung des Kellers und die Ableitung des Grundwassers.

Apropos Keller

Überlegen Sie, ob Sie einen Keller brauchen. Im Schnitt spart man mit einer Fundamentplatte in etwa die Hälfte der Kosten ein, die für die Herstellung eines Kellers anfallen würden. Ein Teilkeller ist wiederum nur bei Hauskonzepten in Hanglagen ratsam, da sie auf ebenen Grundstücken auf die Quadratmeter bezogen teurer ist als die Unterkellerung des gesamten Hauses.

Eigenleistung

Generell gilt: alles was Sie selber machen, muss nicht bezahlt werden.
Dennoch sollte gut überlegt sein, welche Leistungen man sich selbst zutraut und welche dann doch lieber vom Profi erledigt werden. Nicht umsonst gibt es Fachkräfte, die ihr Handwerk erlernt haben und es tagtäglich mit entsprechendem Know-How umsetzen.
Die meisten Firmen zeigen sich allerdings kulant, was die tatkräftige Unterstützung von Bauherren auf der Baustelle betrifft. Bei etwas handwerklichem Geschick und der nötigen Zeit können Sie mit Hilfsarbeiten unterstützen. Auch bei Malerarbeiten, bei der Endreinigung, beim Humusieren der Außenanlage oder in Punkto Gartengestaltung können Sie selbst aktiv werden und so bares Geld sparen.
Bedenken Sie allerdings, dass Sie für Ihre Eigenleistung im Fall von Schäden oder Mängeln keine Gewährleistung oder Haftung haben.

Stil & Ausstattung

Neben den augenscheinlichen Faktoren wie Stil und Größe des Hauses wirkt sich auch die Grundrissgestaltung auf die Baukosten aus. Kompakte, rechteckige Grundrisse sind kostengünstiger als komplizierte Grundformen. Geringe Raum-Anzahl, weniger Wände und eine einfache Statik halten die Baukosten niedrig. So sind offene Wohnräume nicht nur modern, sondern auch preiswert.

Auch bei den Dächern gibt es preislich Unterschiede:
So sind Pult- und Satteldach vergleichsweise einfacher in der Ausführung und darum günstiger, als beispielsweise ein Flachdach. Durch die großen Dachflächen und die komplizierte Konstruktion gehört auch das Walmdach zu den teureren Dächern.

Was die Einrichtung, Bodenbeläge, Sanitär- und Elektroausstattung, Beleuchtung, etc. angeht, wird einem auch schnell klar, dass es kostentechnisch kaum Grenzen nach oben gibt. Mitunter aus diesem Grund ist es uns nicht möglich, pauschal zu sagen, was ein Haus kostet, denn diese Faktoren müssen unbedingt in die Kostenaufstellung mit einfließen.

Auch die Frage nach der besten bzw. günstigsten Heizung kann nicht allgemein beantwortet werden und muss immer ganzheitlich und individuell bewertet werden.

Wenn Sie Fragen zu den Baukosten haben oder Konkretes wissen möchten, dann kontaktieren Sie uns!

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Die von uns zur Verfügung gestellte Information basiert auf unserer eigenen Erfahrung aus der Baupraxis und wurde mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte können wir jedoch keine Gewähr übernehmen.

#12 Bauträger, Generalunternehmer oder Einzelvergabe?

Generalunternehmer, Bauträger oder Einzelvergabe beim Hausbau?

Beim Bau eines Neubaus stellt sich zu Beginn gleich eine wesentliche Frage:
Welche Vorteile bringt die Zusammenarbeit mit einem Generalunternehmer oder einem Bauträger mit sich? Oder ist doch die Einzelvergabe das Richtige für mich?

Generalunternehmer│GU

Der Generalunternehmer – in den meisten Fällen ist das die Baufirma – übernimmt die Ausführung der eigenen handwerklichen Tätigkeiten, andere Leistungen übergibt er an ein Sub-Unternehmen.

Übernimmt der Generalunternehmer auch die Planung des Hauses, spricht man von einem Totalunternehmer. Fallen einzelne Gewerke raus oder werden diese separat vergeben, handelt es sich um einen Teil-Generalunternehmer.

Beauftragen Sie also eine Baufirma als Generalunternehmer, ist dieser Ihr einziger Ansprech- und zugleich auch alleiniger Vertragspartner. Enormer Vorteil bei dieser Variante ist, dass der Generalunternehmer die gesamte Koordination und Abwicklung des Bauvorhabens übernimmt.
Der Generalunternehmer schreibt sämtliche Gewerke aus, vergleicht die Preise und vergibt den Auftrag an den Bestbieter. Wobei Bestbieter in diesem Fall nicht unbedingt günstigster Preis bedeutet – auch die Qualität muss stimmen. Denn ist der Sub-Unternehmer nach der Ausführung seiner Arbeiten insolvent, bliebt die Haftung für den Generalunternehmer gegenüber der Bauherrschaft bestehen.

Der Generalunternehmer betreut das Bauvorhaben über die gesamte Bauzeit hinweg und behält so auch den Überblick über die Bauzeit und die Baukosten.

Für die Organisation plus Abwicklung des Bauprojektes, aber auch für die Haftung für die Sub-Unternehmen berechnet der Generalunternehmer einen Aufschlag prozentuell zur Auftragssumme.
Oft wird der Generalunternehmer bis zur schlüsselfertigen Übergabe des Bauvorhabens beauftragt. Da der Begriff „schlüsselfertig“ allerdings nicht genau definiert ist, empfiehlt es sich, die Ausbaustufe mit dem Generalunternehmer zu vereinbaren.

Generalübernehmer│GÜ

Im Gegensatz zum GU vergibt der Generalübernehmer sämtliche Leistungen. Er selbst übernimmt die Koordination des Bauprojekts und haftet auch für die Leistung seiner Sub-Unternehmer. Wie beim Generalunternehmer ist der Generalübernehmer einziger Ansprech- und Vertragspartner für die Bauherrschaft.

TIPP
Die Beauftragung eines Generalunternehmers bzw. Generalübernehmers eignet sich vorwiegend für Bauherrinnen und Bauherren, die wenig Zeit für die Koordination der Gewerke haben bzw. über wenig Erfahrung in der Baupraxis verfügen. Darum ist der Aufschlag allemal gut investiert.
In den meisten Fällen bietet Ihnen der GU und auch der GÜ einen Fixpreis an. Zusätzlich beauftrage Leistungen, die nicht Teil das Hauptauftrages sind, werden aber natürlich separat abgerechnet.

Bauträger

Der Bauträger verkauft neben der gesamten Bauleistung auch den Baugrund, auf dem das Haus gebaut wird. Außerdem beinhaltet sein Angebot die gesamte Planung plus Behördenwege, die Ausschreibung und Vergabe der einzelnen Gewerke sowie die praktische Umsetzung inkl. Abnahme des Bauvorhabens. Der Bauträger kontrolliert also sämtliche Bauleistungen in rechtlicher, wirtschaftlicher, kostentechnischer und qualitativer Hinsicht. Für Sie als Bauherrschaft ist er der einzige Ansprechpartner und somit auch haftbar.

TIPP
Die Zusammenarbeit mit einem Bauträger ist vor allem dann interessant, wenn Sie noch kein Grundstück besitzen oder eine zeitsparende Abwicklung des Bauvorhabens bevorzugen. Außerdem wissen Sie bereits zu Beginn, welche Kosten auf Sie zukommen. Zusatzleistungen werden aber auch hier extra verrechnet.

Einzelvergabe

Bei der Einzelvergabe vergeben Sie die einzelnen Leistungen separat – der Handwerksbetrieb übernimmt somit nur seine eigenen bautechnischen Arbeiten. Diese Art der Vergabe beinhaltet einen hohen Grad an Mitbestimmung und Eigenverantwortung, was für Sie zugleich einen höheren Energie- und Zeitaufwand bedeutet.

TIPP
Die Einzelvergabe eignet sich für Bauherrinnen und Bauherrn, die Erfahrungen im Bereich des Hausbaus haben, einzelne Leistungen selbst übernehmen möchten und die Zeit haben, verschiedene Gewerke zu koordinieren. Dazu gehört auch, dass Sie die Baukosten selbst im Überblick behalten.


Wenn Sie dennoch nicht auf professionelle Unterstützung verzichten möchten, empfiehlt es sich, mit einer Fachkraft, wie etwa einem Architekten/einer Architektin oder einem Bauingenieur/einer Bauingenieurin, zusammen zu arbeiten. Dadurch erhalten Sie wertvolle Hilfsstellung beispielsweise in der Ausschreibung der Gewerke oder direkt auf der Baustelle in Form einer örtlichen Bauaufsicht (ÖBA). Die ÖBA handelt in Ihrem Interesse und steuert und kontrolliert sämtliche Prozesse auf der Baustelle. Außerdem achtet sie auf die Bauzeit, gibt Rechnungen nach dem Baufortschritt frei und nimmt auch das Bauvorhaben ab.

Bei der Einzelvergaben sind die Gewerke nur für ihre eigenen Leistungen haftbar. Bei Eigenleistungen entfällt der Haftungsanspruch. Darum empfiehlt es sich, bei der Vergabe der Leistungen nicht nur nach dem Angebotspreis zu gehen, denn: ist die Firma nicht mehr geschäftsfähig, übernimmt auch niemand die Haftung für mögliche Schäden.

Fazit

Natürlich gibt es in der Praxis immer wieder Mischformen. Daher ist es ratsam, mit dem Architekten/der Architektin oder der Baufirma die verschiedenen Möglichkeiten zu besprechen, und abzuwiegen, welche Zusammenarbeit für Sie die beste ist. Denn auch in der Abwicklung der Verträge bestehen dahingehend Unterschiede.

Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden:
Prüfen Sie Ihre Vertragspartner und die Unternehmen, mit denen Sie zusammenarbeiten, gut.
Lassen Sie sich Referenzen zeigen und ein Angebot vorlegen, in dem Leistungen und Kosten transparent angeführt sind. Oft sind auch persönliche Empfehlungen von Firmen sehr hilfreich.  

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#11 Arbeiten & Wohnen unter einem Dach

Arbeiten und Wohnen unter einem Dach? So einfach geht’s.

„Home-Office“ ist ja spätestens jetzt in aller Munde. So ergab eine Umfrage unter Berufstätigen in Österreich, dass 45% der Befragten während der Corona-Krise von zu Hause aus tätig waren. Doch ist dieses Modell auch dauerhaft umsetzbar und wie lässt sich der Arbeitsplatz in den Wohnraum geschickt integrieren?

Wir haben vier Tipps, wie sich Arbeiten und Wohnen im eigenen Zuhause langfristig vereinen lassen:

1. Vorteile schätzen

Keine Frage – sofern es Tätigkeit und Arbeitgeber erlauben, bringt das Arbeiten in den eigenen vier Wänden einige Vorteile mit sich:
Zum einen sparen Sie Zeit und Kosten für die tägliche Fahrt ins Büro. Zum anderen arbeiten Sie in Ihrer eigenen Umgebung. Das heißt, Sie können Raumtemperatur und Licht regulieren, ohne dabei Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderer nehmen zu müssen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie Ihre Mittagspause gemeinsam mit der Familie optimal nutzen und in der eigenen Küche frisch kochen können.

2. Arbeitsraum schaffen

Überlegen Sie gut, wo Ihr künftiger Arbeitsplatz sein soll.
Um konzentriert arbeiten zu können, sind professionelle Bedingungen wichtig. Um nicht abgelenkt zu werden, sollte der Arbeitsbereich weder an ein Kinderzimmer angrenzen, noch als Durchgangszimmer verwendet werden.
Sehr oft werden Arbeitsräume in den Keller verlegt. Denken Sie daran, dass Sie sich in diesem Raum täglich für mehrere Stunden aufhalten werden. Darum sollte auch die Lichtsituation in Kellerräumen nicht vernachlässigt werden. Zudem muss das Arbeitszimmer über ausreichend Handy- bzw. Internet-Empfang verfügen.

3. Licht & Atmosphäre

Eine großzügige Verglasung schafft eine hervorragende Raumqualität und bietet ausreichend Beleuchtung durch Tageslicht. Um nicht geblendet zu werden, sollte allerdings an eine Beschattungsmöglichkeit gedacht werden. Dazu eigenen sich Rollos oder spezielle Markisen, die auch vor Überhitzung schützen.
Außerdem haben Sie bei der Einrichtung Ihres eigenen Büros freie Hand. So lässt sich durch individuelle Einrichtung eine angenehme Atmosphäre schaffen, die sich wiederum positiv auf Ihren Arbeitserfolg auswirkt.

4. Die richtige Balance

Natürlich ist auch (oder vor allem) zuhause die Balance von Arbeit und Freizeit wichtig. Deshalb empfiehlt es sich, den Arbeitsbereich vom Wohnraum abzutrennen. So kann auch ein Arbeitsplatz im Schlafzimmer durch einen Vorhang oder eine mobile Trennwand separiert werden.
Kommunikation mit Kollegen oder den Vorgesetzten ist dennoch wichtig. Durch regelmäßigen Austausch sind Sie vor Vereinsamung geschützt und bleiben am Laufenden.

Haben Sie konkrete Fragen dazu? Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

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Die Statistik von Statista ist hier nachzulesen.

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#10 Trotz Hitze eine kühle Wohnung?

Trotz Hitze eine kühle Wohnung?

5 Tipps für angenehme Innenräume im Sommer

Sie möchten trotz tropischer Sommernächte einen kühlen Kopf bewahren?

5 Tipps, die Sie bereits in der Planungsphase berücksichtigen sollten:

Tipp 1 Setzen Sie auf die Ziegelmassivbauweise

Das Ziegelmassivhaus hat den entscheidenden Vorteil, dass es aufgrund seiner Beschaffenheit mit Hitze gut umgehen kann und die Temperatur regelt. Durch die große Speichermasse lagert der Ziegel im Winter Wärme, im Sommer hält er die Innenräume angenehm kühl. Massive Wände und Decken sind wesentliche Faktoren für ein angenehm kühles Zuhause. Je massiver die Wandkonstruktion ist, desto kühler bleiben die Innenräume.

Tipp 2 Planen Sie die richtige Beschattung ein

Moderne Häuser bestechen oft durch ihre Geradlinigkeit und monumentalen Fenstern. Optisch ein absolutes Highlight können die großen Glasflächen im Sommer zum Alptraum werden, denn sie sind die größten Wärmequellen eines Hauses. Planen Sie unbedingt die entsprechende Außen-Beschattung mit Markisen, Rollläden oder Raffstores ein. Auch Balkone, Erker oder Bäume können, richtig eingesetzt, den gewünschten Schatten erzeugen.
Bedenken Sie aber, dass der Stand der Sonne je nach Tages- und Jahreszeit anders ausfällt.

Tipp 3 Betonkernaktivierung

Bei der sogenannten Betonkernaktivierungen oder auch Bauteilaktivierungen werden Rohrleitungen in die Betondecke oder die massiven Wände eingelegt, durch die kühleres Wasser fließt. So wird der Baukörper optimal gekühlt und die Innenräume sind vor unliebsamer Hitze geschützt. Natürlich kann die Betonkernaktivierung auch zum Heizen eingesetzt werden.

Tipp 4 Wärmedämmung

Eine gute Dämmung, die im Winter vor Kälte schützt, sorgt im Sommer für angenehme Innenraumtemperaturen.
Wird an der Dämmung gespart, werden die Räume beispielsweise unter dem Dach unbewohnbar und es kommt zu einer Überhitzung.

Tipp 5 Klimaanlage

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie eine Klimaanlage brauchen, empfehlen wir die entsprechenden Leitungen bereits vorzurichten. Das spart später Zeit und Kosten und vereinfacht einen nachträglichen Einbau. Enormer Vorteil einer Klimaanlage ist die rasche Kühlung des Raumes und die Möglichkeit, gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit zu verringern. Zu bedenken sind allerdings der Luftzug und der kontinuierliche Energiebedarf! Vergessen Sie auch die Wartung nicht!
In modernen Häusern, die in unseren Breitengraden und nach dem heutigen Stand der Technik gebaut werden, sind Klimaanlagen in den meisten Fällen allerdings nicht notwendig.

Haben Sie konkrete Fragen zum Thema Kühlung? Dann kontaktieren Sie uns!

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#9 Haus bauen oder kaufen?

Haus bauen oder kaufen?

Nicht ohne Grund leben mehr als die Hälfte der Steirerinnen und Steirer in den eigenen vier Wänden: Sie zahlen keine (teure) Miete und können sich in Punkto Wohnfläche und Räumlichkeiten frei entfalten. Dazu kommt, dass die Investition in ein Eigenheim zu den sichersten Wertanlagen zählt.

Doch, was ist besser: ein Haus zu bauen oder zu kaufen?

Vorteile Hausbau

(Fast) alles ist möglich.
Mit dem passenden Grundstück sind der Gestaltung betreffend Lage, Größe und Architektur kaum Grenzen gesetzt – vorausgesetzt Sie halten sich an die Vorgaben von Gemeinde und Baugesetz.
Egal, ob barrierefreier Bungalow oder modernes Einfamilienhaus mit Keller: Sie entscheiden über Stil und Ausführung Ihres Hauses. Dabei sind Planung und Umsetzung bis auf den letzten Zentimeter individuell und auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt. Beim Bau eines Ziegelmassivhauses können selbst auf der Baustelle noch kleine Änderungen vorgenommen werden.

Moderne Häuser sind zugleich nachhaltige Häuser, wenn sie mit zeitgemäßer Dämmung und ökologischen Materialien gebaut werden. Mit effizienten Heizsystemen und hochwertigem Baumaterial halten Sie so Energiekosten niedrig und schonen die Umwelt.
Bei Neubauten lassen sich beispielsweise auch sprachgesteuerte Smart Home Systeme oder Bauteilaktivierungen zur Temperaturregulierung einfach integrieren und können den Wohnkomfort deutlich erhöhen.

Dauert die Phase von der Planung bis zum Einzug vergleichsweise etwas länger, werden Sie mit Ihrem Traumhaus nach Maß belohnt, das bis ins kleinste Detail an Ihre Vorlieben angepasst ist.

Gute Professionisten
Mit zuverlässigen und kompetenten Professionisten oder einem Generalunternehmer sind Sie auf der sicheren Seite – auch das spart Zeit und Kosten und schützt Sie vor unliebsamen Überraschungen.
Da der Vergleich der Angebote für Laien oftmals sehr schwierig ist, empfiehlt es sich, dafür einen Experten, etwa den Planer oder Architekten, um Unterstützung zu bitten.

Vorteile Hauskauf

Keine Frage: eine noble Stadtvilla aus der Gründerzeit oder ein renovierter Bauernhof im Grünen haben ihren Reiz. Wer Immobilien mit historischem Flair liebt, wird mit einem modernen Flachdachhaus wahrscheinlich nicht zufrieden sein.

Mit etwas Glück lässt sich aber auch am heimischen Immobilienmarkt das ein oder andere Schnäppchenhaus finden.
Häuser, die zum Verkauf stehen, sind auf den ersten Blick leichter zu beurteilen. Man kann durch die Räume schlendern und bekommt ein Gefühl für das Objekt. Im Idealfall kann das Haus in wenigen Wochen bezogen werden.

Doch auch hinter schön renovierten Fassaden und polierten Böden lassen sich Baumängel oder marode Bausubstanz verbergen. Im Zweifelsfall sollte die Immobilie vor dem Kauf von einem Gutachter oder Sachverständigen in punkto Statik und Bauphysik auf Herz und Nieren geprüft werden. Denn: umfangreiche Sanierungen von Dach, Abdichtung oder Heizung sind meist aufwendig und können ins Geld gehen.

Kosten für mögliche Umbauarbeiten einplanen.
Gerade bei Umbauarbeiten spielt die Kosteneffizienz eine erhebliche Rolle. Während es oft sinnvoll ist, die Kernsubstanz eines Gebäudes zu erhalten, muss in anderen Fällen über einen Neubau nachgedacht werden. Diese Entscheidung sollte allerdings immer in Hinblick auf Anschaffungspreis, Kosten für den Umbau und Wert des Grundstückes getroffen werden.

Was ist günstiger?

Ob ein Neubau oder der Kauf einer Bestandsimmobilie besser oder günstiger ist, kann nicht pauschal gesagt werden. Viele Faktoren hängen davon ab, wie etwa Lage, Alter und Zustand des Gebäudes. Oft sind bereits Stadtwohnungen teurer als neu gebaute Einfamilienhäuser im Grünen. Beim Kauf eines Objektes sollte man immer mögliche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen mit einrechnen! Bei genügend handwerklichem Geschick und der nötigen Zeit können Eigenleistungen die Kosten senken. In Hinblick auf eine sinnvolle und korrekte Ausführung ist eine Expertise aber auf jeden Fall ratsam! Denken Sie auch daran, dass es für Ihre Leistungen im Fall von Schäden oder Mängeln keine Gewährleistung gibt!

Tipp
Empfehlungen von Freunden und Bekannten oder Referenzen im Internet sind oftmals sehr hilfreich. Angebote, die deutlich günstiger als jene von Mitbewerbern sind, beinhalten meist nicht alle notwendigen Leistungen. Diese werden nachverrechnet und können das veranschlagte Budget überschreiten. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich auch hier, auf fachliche Unterstützung zu setzen.

Welche Entscheidung die Beste ist, hängt nicht zuletzt von den eigenen Bedürfnissen und den finanziellen Rahmenbedingungen ab. Konkrete Vorstellungen und individuelle Lösungen sind allerdings meist nur beim Neubau eines Hauses ohne große Kompromisse umzusetzen.

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Die Statistik zur Wohnsituation in Österreich ist hier nachzulesen.

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#8 Barrierefrei Bauen

Wozu barrierefrei bauen?

5 Gründe, warum wir (jetzt) an barrierefreies Bauen denken sollten:

Die Barrierefreiheit ermöglicht es Menschen mit Beeinträchtigung – motorischer, sensorischer oder kognitiver Art – ohne Einschränkung oder Behinderung selbstständig am öffentlichen Leben teilzuhaben.
Vor allem im Alltag lauern Erschwernisse unterschiedlichster Art: So stellen Treppen oder Schwellen nicht nur für alte oder beeinträchtigte Personen Hindernisse dar. Auch kleine Kinder oder Menschen mit beispielsweise einem gebrochenen Bein profitieren von ebenerdigem Wohnraum.

#1 Wir werden immer älter

Die Statistik Austria zeigt in ihrer Bevölkerungsprognose von 2019 ganz klar, dass die Anzahl der Menschen mit über 65 Jahren in den nächsten Jahrzehnten weiter steigen wird. Diese höhere Lebenserwartung und die zunehmende stabile Gesundheit sind Folgen der verbesserten Lebensbedingungen und medizinischen Versorgung.

Auch Menschen gehobenen Alters möchten so lange wie möglich aktiv am Leben teilhaben und die gewohnte Lebensqualität genießen.
Dazu zählt natürlich auch, im Alter trotz Einschränkung weitestgehend selbstständig und möglichst lange in der gewohnten Umgebung leben zu können. Die wichtigste Voraussetzung dazu schafft eine barrierefreie Umgebung. Diese verzichtet auf unnötige Schwellen und unterstützt die BewohnerInnen so gut als möglich in ihrem Alltag.
Smart Home Systeme können zusätzlich eine gute Hilfestellung dazu bieten, wenn Heizung oder Beleuchtung per Sprachkommando steuerbar ist.

#2 Vorsorge spart Geld

Die Türen sind zu schmal, die Treppe zu steil und das Badezimmer zu klein. Größere Umbauarbeiten für barrierefreien Wohnraum können ganz schön kostspielig werden.
Gut geplant ist die halbe Miete – denn: Wenn bereits beim Bau des Hauses ein paar Aspekte beachtet werden, spart man später viel Zeit und Geld. So raten Experten dazu, die wichtigsten Räume im Erdgeschoss unterzubringen. Die Türen sollten breit genug sein, um mit einem Rollstuhl durch fahren zu können und die Räume, allen voran das Badezimmer, so groß, dass ein Rollstuhl problemlos darin wenden kann. Auch Bedienelemente wie Lichtschalter oder Steckdosen sind im Idealfall gut erreichbar. Die Planung muss also unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden, um den Wohnraum für sich verändernde Lebenssituationen kompatibel zu machen.

Kleine Eingriffe können im Bedarfsfall ohne größeren Aufwand vorgenommen werden: Wenige Stufen lassen sich durch Rampen ersetzen. Die Arbeitsfläche der Küche kann nach unten gesetzt, der Waschtisch unterfahrbar oder die Dusche mit einem barrierefreien Zugang versehen werden. Auch Stütz- und Haltegriffe oder eine bessere Beleuchtung lassen sich einfach und kostengünstig nachrüsten.

#3 Unfälle vermeiden

Wie allgemein bekannt ist, passieren die meisten Unfälle im Haushalt. Schwellen und Stufen unterbrechen den natürlichen Bewegungsablauf und können schnell zu einem Sturz führen. Auch rutschige Fußbodenbeläge lassen schon mal die Füße entgleiten. So ist es nur ratsam, künstliche Barrieren als Gefahrenquellen von vorne herein möglichst gering zu halten. Nicht nur Kleinkinder und Menschen mit Beeinträchtigung profitieren von einer unkomplizierten und gefahrlosen Umgebung.

#4 Wiederverkaufswert

Ohne Frage: Die veränderte Altersstruktur wirkt sich direkt auf den Immobilienmarkt aus. Der Wert von altersgerechtem Wohnraum wird zumindest stabil bleiben, aber wahrscheinlich weiter ansteigen – denkt man vor allem daran, dass älteren Menschen länger alleine leben können, wenn sie von Pflegekräften in den eigenen vier Wänden unterstützt werden.
Häuser, die nur schwer oder unter hoher finanzieller Belastung barrierefrei umgebaut werden können, droht nach aktuellen Prognosen in Zukunft eine Wertminderung oder gar ein Leerstand.

#5 Barrierefrei ist gleich nachhaltig

Eine lange Nutzungsdauer einer Immobilie schont nicht nur die Geldbörse – sie trägt auch erheblich zur Wirtschaftlichkeit und einem nachhaltigen Lebenszyklus des Gebäudes bei. Denn: Aus heutiger Sicht ist es absehbar, dass die Kosten für Errichtung und Abbruch von Bauwerken steigen werden. Kann indes Wohnraum flexibel an die Bedürfnisse der BewohnerInnen angepasst werden, bleibt er lange nutzbar.

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Die Bevölkerungsprognose der Statistik Austria ist hier nachzulesen.

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#7 Keller oder nicht

Keller – ja oder nein

An dieser Frage scheiden sich die Geister, denn: ist die Entscheidung einmal getroffen, kann sie nur schwer rückgängig gemacht werden.

Das Wichtigste zu Beginn
Am Beginn aller Überlegungen sollte die künftige Nutzung des Kellers stehen. Denn eine Unterkellerung ist dann sinnvoll, wenn Sie mehr Platz benötigen, als Ihr Wohnraum hergibt. Neben der Kellernutzung ist die Beschaffenheit des Baugrundes zu berücksichtigen. Denn bei Grundstücken mit hohem Grundwasserspiegel ist ein Kellerausbau nicht ratsam. Hohe Investitionen sind nötig, um das Bauwerk entsprechend abzudichten.
Für eine ganzheitliche Entscheidung sollten Sie in jedem Fall das Kosten-Nutzen-Verhältnis genau betrachten.

Haus mit Keller

Für den Keller spricht ganz klar die Schaffung von zusätzlichem (Wohn-)Raum. Da gerade bei sehr kleinen (und trotzdem oft teuren) Grundstücken der Platz begrenzt ist, empfiehlt es sich durch eine Unterkellerung mehr Fläche zu gewinnen. Damit lässt sich zusätzlicher Raum schaffen, oder sogar der Wohnraum erweitern, ohne die eigentliche Grundfläche des Hauses vergrößern zu müssen.

Möchten Sie den Keller überwiegend als Staumöglichkeit nutzen, überlegen Sie gut, was und wieviel Sie tatsächlich lagern bzw. aufbewahren werden. Je nach Jahreszeit oder Lebensabschnitt wird der Keller mal mehr, mal weniger gefüllt sein.
Spezielle Räume, wie Wein- oder Erdkeller, sollten sich aufgrund ihrer Anforderung (konstant niedrige Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit, Kontakt zum Erdreich, Kellergewölbe etc.) tatsächlich im Untergeschoß befinden. Auch Hobbyraum, Gäste- und Arbeitszimmer oder eine Werkstatt können meist problemlos in den Kellerbereich integriert werden.

Flexibel durch Keller.
Mit Keller sind Sie flexibel und haben zusätzlichen Raum, den Sie je nach Familiengröße und Lebensabschnitt nutzen können. Soll der Keller lediglich als Stauraum dienen, muss dieser natürlich nicht vollkommen ausgebaut werden. Wände, Decken und Böden können auch später belagsfertig gemacht und der Keller so als vollwertiger Wohnraum adaptiert werden. Bedenken Sie bei der Planung allerdings auch immer die Lichtsituation der Kellerräume!

Grundstück in Hanglage.
Vor allem bei Grundstücken in Hanglage ist es sinnvoll, das Gebäude zu unterkellern. Da die Fundamentierungsarbeiten ohnehin kostentechnisch etwas höher sind, ist es wirtschaftlich von Vorteil, den Raum im Erdreich gleich als Keller auszubauen.
Auch ist der Marktwert eines unterkellerten Hauses höher, als bei vergleichbaren Immobilien ohne Keller.
Eine nachträgliche Unterkellerung eines Gebäudes, ist, wenn überhaupt möglich, sehr kostenintensiv und mit enormem Aufwand verbunden. Darum wird den meisten Fällen davon abgeraten.

Haus ohne Keller

Häufigster Grund für einen Verzicht auf den Keller ist die Senkung der Baukosten. Im Schnitt spart man mit einer Fundamentplatte in etwa die Hälfte der Kosten für die Herstellung eines Kellers. Denken Sie auch an den Mehraufwand, den Treppe, Fenster, Wärmedämmung, Isolierung, Installation verursachen!
Natürlich hängen die Kosten für einen Keller von unterschiedlichen Faktoren ab, so auch von vom Untergrund, vom Grundwasserspiegel oder von statischen Verhältnissen. Auch die spätere Nutzung beispielsweise als Wohnkeller hat Einfluss auf den endgültigen Preis.
Barrierefreie Hauskonzepte lassen sich mit Unterkellerung nur mit entsprechendem technischem und finanziellem Mehraufwand realisieren.

Teilunterkellerung

Eine Teilunterkellerung ist bei bestimmten Hauskonzepten in Hanglagen, wie etwa Split-Level-Häusern, ratsam. Wie der Name schon sagt, wird bei Split-Level-Häusern der Wohn- und Kellerraum auf unterschiedlichen Ebenen aufgeteilt und so die Hanglage optimal genutzt. Bei flachen Grundstücken ist eine teilweise Unterkellerung meist unwirtschaftlich, da ein Teilkeller auf die Quadratmeter bezogen teurer ist als der Keller des gesamten Hauses.

Gute Alternativen.
Wichtig ist, zu überlegen, ob auf anderen Wegen ausreichend Stauraum gewonnen werden kann. Reicht ein Abstellraum in der Wohnung aus? Oder gibt es die Möglichkeit einer Dachboden-Nutzung?
Für größere Gerätschaften sollte ein Abstellraum im Erdgeschoß mit Zugang von außen eingeplant werden. So müssen Rasenmäher und Co nicht durch andere Räume manövriert werden. Außerdem kann dort auch die Hausinstallation ihren Platz finden. Eine weitere Möglichkeit, den Stauraum zu erweitern, bieten sogenannte Kellerersatzräume, wie etwa Geräteschuppen. Sie eigenen sich vor allem auch für die Unterbringung von größeren Geräten oder Maschinen. Mit einem zusätzlichen Gebäude verliert das Grundstück selbst allerdings auch wieder an Grünfläche.


Wenn es die Verordnung zu lässt, kann natürlich auch in die Höhe gebaut werden. Informieren Sie sich früh genug über die genehmigte Bebauungsdichte im entsprechenden Baugebiet.

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Weitere Infos dazu:
Attraktiv Bauen mit kleinem Budget. Mit systemischer Planung zu niedrigen Kosten, von Achim Linhardt, München 2013

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#6 Nachhaltig Bauen

Haus bauen, aber bitte nachhaltig!

Ökologisches Baumaterial am Beispiel von Altglas

Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist in den letzten Jahren auch in der Baubranche angekommen. Ziel ist es die natürlichen Rohstoffressourcen zu schonen, durch ökologische und recyclingfähige Baustoffe die Deponien zu entasten und die Lebensdauer von Bauteilen zu erhöhen. Auch die Erzeugung von Kunststoffen trägt zur globalen Erwärmung bei und muss nicht unnötig strapaziert werden.

Ökobilanz – Von der Gewinnung bis zur Entsorgung

Will man nachhaltig Bauen, bedeutet das, den gesamte Lebenszyklus des Baumaterials zu betrachten. Die sogenannte Ökobilanz beginnt bei der Gewinnung des Rohstoffes, geht über zur Weiterverarbeitung bis hin zum Transport und endet schließlich bei der Entsorgung des Materials – was Viele übrigens vergessen. Aber nicht nur die einzelnen Baumaterialien sind wichtig – für die Umweltbilanz müssen wir das gesamte Gebäude in punkto Herstellung, Instandhaltung und Entsorgung bewerten. Da gerade beim Hausbau eine gewaltige Material-Ansammlung anfällt, raten Experten dazu, so wenig unterschiedliche Rohstoffe wie möglich zu verbauen, um eine mögliche spätere Entsorgung zu vereinfachen.

Aber…

Recycling kann sich auch negativ auf die Umwelt auswirken, wenn beispielsweise für die Aufbereitung des Baustoffes mehr Energieaufwand betrieben wird, als für die Herstellung des Ausgangsmaterials. Auch sehr lange Transportwege verschlechtern die Ökobilanz. Wiederverwertung ist also nur dann sinnvoll, wenn ein qualitativ gleichwertiges Produkt zum selben Preis produziert werden kann.
Was allerdings zu bedenken ist: Kaum ein Baustoff erfüllt den Anspruch, gleichzeitig ökologisch, wirtschaftlich, ästhetisch und bauphysikalisch perfekt zu sein.

Schaumglasschotter

Ein Beispiel für umweltfreundliches Baumaterial, das sich gut wiederverwerten lässt, ist Altglas, sogenanntes Recyclingglas. Weiterverarbeitet zu Schaumglasschotter kommt es beispielsweise unter der Fundamentplatte als Dämm- und Drainageschicht zum Einsatz und ist eine ökologische Alternative zu erdölbasierenden Dämmstoffen. Im Gegensatz zu gängigen XPS-Dämm-Platten ist Schaumglasschotter aufgrund seiner kapillarbrechenden Eigenschaften, aber vor allem durch seine einfache Entsorgung klar im Vorteil.

Für die Herstellung von Schaumglasschotter wird Altglas zu Pulver verarbeitet und mit Zuschlagstoffen vermischt. Bei 900 Grad Celsius wird die Masse aufgeschäumt und es entstehen Mikroporen, die für die gute Wärmedämmung verantwortlich sind. Nach einem erneuten Abkühlen zerbricht der Dämmstoffkuchen gezielt zu Schotterstücken – zum Endprodukt Schaumglasschotter. Auch preislich kann die ökologische Alternative mit herkömmlichen Materialien mithalten.

 

Schaumglasplatten, Blähglas

Um Wärmebrücken oder Außenwände zu dämmen, werden oft Schaumglasplatten verbaut. Auch diese bestehen aus Recyclingglas – die Herstellung ist analog zur Produktion von Schaumglasschotter.  Ein weiteres Produkt aus Altglas ist Blähglas, das als Schüttungsmaterial im Fußboden zum Einsatz kommt. Blähglas ist die umweltfreundliche und mineralische Alternative zu herkömmlicher zementgebundener EPS-Schüttung unter dem Estrich.

Natürliche Energiequellen nutzen

Neben der Verwendung von umweltbewusstem Baumaterial bedeutet nachhaltig Bauen aber auch ein geringer Energieverbrauch des Hauses in der Nutzungsphase. Daher sollten Sie bereits in der Planungsphasen über die Nutzung natürlicher Energiequellen, wie Sonne oder Wind, nachdenken.

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#5 Dachformen im Vergleich

Dachformen im Überblick

Vor- und Nachteile von Satteldach, Walmdach, Flachdach und Pultdach

Das Dach verleiht jedem Haus seinen ganz speziellen Charakter. Allerdings sollte es nicht nur zum Stil das Hauses passen: auch Funktionalität und Schutz sind entscheidend.

Hier gibt’s eine Übersicht über die häufigsten Dachformen:

#1 Satteldach – Der Klassiker in Österreich

Das klassische Satteldach besteht aus zwei geneigten Dachflächen, die am Dachfirst miteinander verbunden sind. Wegen der guten Witterungsbeständigkeit und Kälteisolierung ist das Satteldach die beliebteste Dachform in Österreich .

Vorteile
Aufgrund der einfachen Konstruktion ist sowohl die Herstellung als auch die Instandhaltung kostengünstig.
In sehr regenreichen Regionen empfiehlt sich eine steile Dachneigung, um den Regen gut abzuleiten – wohingegen in Gebieten mit viel Schnee der Winkel geringer sein sollte, um ein unkontrolliertes Lösen von Dachlawinen zu verhindern. Prinzipiell sind Dachneigungen bis 60 Grad möglich.

Nachteile
Um genügend Licht für die Wohnräume unter dem Dach zu generieren, müssen Dachflächenfenster oder Dachgauben eingesetzt werden. Allerdings sind Dachgauben relativ aufwendig in der Konstruktion und darum auch kostenintensiv. Je nach Neigungsstärke verringert sich natürlich auch der Wohnraum direkt unter dem Dach.

Schleppdach
Oft wird das klassische Satteldach um ein sog. „Schleppdach“ erweitert. Dabei wir das Schleppdach direkt ans Hauptdach angeschlossen um einen Eingangsbereich oder einen Anbau zu schützen. Die Neigung des Hauptdaches kann beibehalten oder verringert werden.
Ein Satteldach lässt sich auch gut mit einem Walmdach kombinieren.

#2 Walmdach – Moderne trifft auf Nostalgie

Ein Walmdach wird gekennzeichnet durch seine auch auf der Giebelseite geneigten Dachflächen. Diese seitlichen Dachflächen werden als Walm bezeichnet und ersetzen den Giebel eines herkömmlichen Satteldaches. Geneigt wird das Walmdach in der Regel zwischen 18 und 35 Grad.

Vorteile
Das klassische Walmdach besticht durch seine ausgewogene Geometrie und verleiht dem Haus ein nostalgisches Flair. Diese Dachform ist besonders witterungsbeständig aufgrund seiner stabilen Konstruktion. Die Lebensdauer eines Walmdaches ist trotz geringem Pflegeaufwand sehr hoch. Auch Solarzellen können problemlos auf dem Dach installiert werden.

Nachteile
Durch die großen Dachflächen und die komplizierte Konstruktion ist ein Walmdach meist teurer als andere Dachformen.

Zeltdach
Sehr oft wird das Walmdach mit dem Zeltdach verwechselt. Im Gegensatz zum Walmdach laufen die vier Seiten des Zeltdaches spitz zusammen. Zeltdächer sind typisch für den mediterranen Baustil der sog. „Toskana-Häuser“.
Neben dem klassischen Walmdach gibt es weitere Varianten wie etwa das Krüppelwalmdach oder das Fußwalmdach.

#3 Flachdach – das elegante Design

Für die Konstruktion eines Flachdaches gibt es drei Varianten: Während beim Warmdach die Dachhaut auf der Dämmschicht liegt, ist die die Anordnung der Schichten beim Umkehrdach umgekehrt. Noch vor Jahren kamen oft Kaltdachkonstruktionen zum Einsatz – im modernen Hausbau findet man diese Konstruktionsart fast nur noch beim Satteldach. Übrigens: Als Flachdach gilt eine Dacheindeckung mit einer Maximalneigung von 10 Grad.

Vorteile
Moderne und klar strukturierte Häuser werden oft mit Flachdächern eingedeckt, da diese ein elegantes Design unterstützen. Aber auch für kleinere Gebäude, wie etwa Carports oder Garagen eignet sich ein Flachdach wegen der einfachen Konstruktion sehr gut.
Durch die Nutzung der Dachfläche als Terrasse generiert man außerdem zusätzlichen Wohnraum. Gleichzeitig bieten sich eine Begrünung der Dachfläche oder die Installation von Solarzellen an. Da es beim Flachdach keine Dachschrägen gibt, sind die Räume unter dem Dach ohne Einschränkung nutzbar.

Nachteile
In besonders schneereichen Regionen muss die Konstruktion dennoch verstärkt oder das Dach regelmäßig von Schnee befreit werden.

#4 Pultdach – die einfache Schlichtheit

Das Pultdach hat im Gegensatz zum Satteldach nur eine geneigte Dachfläche, bei der die Dachneigung zwischen 10 und 30 Grad liegt.

Vorteile
Optisch kann das Pultdach vorallem durch seine Geradlinigkeit punkten und wird deshalb immer öfter als Eindeckung für moderne Gebäude genutzt. Natürlich lassen sich auch kleinere Zubauten wie Werkstätten oder Garagen einfach und kostengünstig mit einem Pultdach eindecken. Für eine geringe Dachneigung spricht die Möglichkeit einer vollwertigen Nutzung des Wohnraums unterhalb des Daches. Gleichzeitig kann so der Regen zuverlässig abgeleitet werden. Je nach Ausrichtung des Hauses macht auch die Installation einer Photovoltaikanlage Sinn.

Nachteile
Wie auch beim Flachdach empfiehlt sich beim Pultdach mit geringem Neigungswinkel eine regelmäßige Reinigung der Dachflächen.

Sheddach
Neben dem klassischen Pultdach gibt es außerdem Varianten mit versetztem Pultdach oder einem Sheddach (auch Scheddach oder Sägezahndach).
Sheddächer bestehen zumeist aus mehreren aneinander gereihten Pultdächern und bedecken häufig Hallen oder größere Gebäude.

Neben diesen Dachformen gibt es natürlich noch weitere Formen der Dacheindeckung, wie etwa das Mansardendach, das Kuppeldach oder das Tonnendach. Sehr oft gibt es von Seiten der Gemeinde Vorschriften bzgl. Dachform, -farbe und Material, die unbedingt eingehalten werden müssen.

Haben Sie Fragen zu den unterschiedlichen Dachformen? Dann kontaktieren Sie uns!

Die von uns zur Verfügung gestellte Information basiert auf unserer eigenen Erfahrung aus der Baupraxis und wurde mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte können wir jedoch keine Gewähr übernehmen.

#4 Gut und günstig bauen

Hausbauen, aber preiswert?

Tipps und Tricks für Ihr „Schnäppchenhaus“ in ziegelmassiv

Unnötige Ausgaben vermeiden und dennoch auf hohem Niveau wohnen – das ist der Wunsch vieler österreichischer Häuslbauer. Aber geht das überhaupt?
Hier fünf Tipps für Ihr „Schnäppchenhaus“ in ziegelmassiv:

#1 Das richtige Grundstück

Bereits beim Grundstück kann richtig gespart werden, denn Lage, Geländeverhältnisse, sowie Untergrund beeinflussen die Bau- und Unterhaltungskosten.
So erschwert beispielsweise ein schlechter Zugang zum Grundstück die Zulieferung von Baumaterial und -maschinen, was sich direkt auf die Baukosten auswirken kann. Darum sind vor allem Grundstücke in Hanglagen in ihrer Bebauung kostenintensiver als ebene Grundstücke!
Außerdem: Befindet sich noch ein Altbestand am Grundstück, muss auch dieser abgetragen und entsprechend entsorgt werden. Hier entstehend zusätzliche Kosten!

#2 Funktionale Grundrissplanung

Im Allgemeinen sind kompakte, rechteckige Grundrisse kostengünstiger als komplizierte Grundformen, da sie meist mit einer geringen Raum-Anzahl, wenig Wänden sowie einer einfacheren Statik auskommen. So sind offene Wohnräume sind nicht nur modern, sondern auch preiswert – unnötige Zwischenwände kann man einsparen.
Die Anzahl an Vorräumen sollten Sie so gering wie möglich halten, denn solche Verkehrswege kosten gleich wie viel wie andere Räume, haben aber weniger Nutzen. So lässt sich beispielsweise das Bad auch über das Schlafzimmer erreichen. Alternativ können Sie Vorräume oder Flure auch durch eine Spielecke oder Wandschränke aufwerten.
Umso schlichter Grundriss und Gebäudegeometrie also sind, desto günstiger können Sie bauen.

#3 Gute Professionisten

Gerade beim Hausbau sind zuverlässige Partner, Termintreue und eine saubere Ausführung enorm wichtig – das zeigt sich in der täglichen Baupraxis.
Wird die Baufirma als Generalunternehmer beauftragt, übernimmt diese die gesamte Koordination des Bauvorhabens. Dazu zählt auch das Prüfen der Angebote und die Auftragsvergabe, die natürlich mit den Bauherren abgesprochen wird. Bei dieser praktischen Komplettlösung ist die Baufirma auch Ihr einziger Ansprechpartner über die gesamte Bauzeit und haftbar für die Leistungen sämtlicher Gewerke.
Ohne einen Generalunternehmer obliegt es den Bauherren selbst, für jedes Gewerke den günstigsten und zugleich kompetentesten Anbieter zu finden.
Bei genügend handwerklichem Geschick und der dafür notwendigen Zeit können Teilleistungen natürlich auch selbst übernommen werden. Denken Sie aber auch daran, dass diese Leistungen im Fall von Schäden oder Mängeln nicht in die Gewährleistung der Baufirma fallen!

#4 Keller

Überlegen Sie gut, ob Sie das gesamte Gebäude unterkellern möchten oder vielleicht auch eine Teilunterkellerung reicht, denn ein Keller treibt die Baukosten in die Höhe. Eventuell haben Sie auch die Möglichkeit zusätzlichen Stauraum in der Garage oder in einem Abstellraum zu generieren? Andererseits: Ein Keller kann nicht nachgerüstet werden und steigert beim Wiederverkauf den Marktwert Ihres Hauses.

#5 Energieeffizienz & Nachhaltigkeit

Moderne Häuser sind zugleich auch nachhaltige Häuser, wenn sie mit zeitgemäßer Dämmung und ökologischen Materialien ausgeführt werden. In Kombination mit einer effizienten Gebäudetechnik entsteht so sparsamer und zugleich zukunftssicherer Wohnraum.
Auch wenn Sie für die ein oder andere Maßnahme zunächst mehr Geld in die Hand nehmen müssen, machen sich Investitionen beispielsweise bei der Energietechnik schon nach kurzer Zeit durch geringere Heizkosten und ein gesundes Raumklima bemerkbar. Außerdem steigern Sie dadurch den Werterhalt Ihres Hauses und schonen die Umwelt.

Sie haben konkrete Fragen dazu? Dann kontaktieren Sie uns!

Fotocredit: Pixabay

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